Kunst und Bau sind eng miteinander verknüpft. Das verwundert nicht, schließlich eigneten sich gerade Bauwerke schon immer ganz besonders gut, um Kunstströmungen unübersehbar und öffentlichkeitswirksam darzustellen. Baukunst - warum eigentlich? Weil die künstlerische Ausgestaltung eines Bauvorhabens eine wichtige Bereicherung für Landschaft, Umfeld und Umwelt ist, mit anderen Worten ausschlaggebend für die Schönheit und Attraktivität eines Ortes sein kann. Gleichwohl ist es eine Gratwanderung, zwischen dem was bei ohnehin kostenintensiven Bauten an Kunstvollem öffentlich finanzierbar und leistbar ist und der Notwendigkeit und auch der Verpflichtung der Verankerung einer Baukultur. Die Frage "wie viel Kunst am Bau darf sein" ist zulässig und sie muss weitestgehend klar beantwortet werden, auch vor dem Hintergrund der nötigen Akzeptanz von baukünstlerischer Gestaltung in der Bevölkerung. Die Antwort darauf haben das Bauressort und das Kulturressort gemeinsam gefunden, indem eine Neuausrichtung für die Förderung von Kunst am Bau ausgearbeitet wurde. Die knappen finanziellen Mittel einerseits, aber unser klares Bekenntnis zur kunstvollen Gestaltung von Landesbauvorhaben andererseits machten es erforderlich, die bisherige Förderungspraxis zu überdenken. Herausgekommen ist ein innovativer und zukunftsträchtiger "Kunst am Bau"-Fonds. Mit der neuen Förderungsgrundlage ist die Voraussetzung dafür geschaffen, dass auch in Hinkunft die Realisierung von Kunst im öffentlichen Raum möglich und vereinbar ist.
Kulturreferentin Referent für Verkehr und Infrastruktur