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White Noise (2010 - 2011)
soma architecture - K.Schinegger, G.Weber, S.Rutzinger, M.Oberascher
Künstlerische Ausgestaltung eines mobilen Kunst- und Kulturbauwerkes
Beschreibung
Der mobile Kunst- und Kulturpavillon "White Noise" der Architektengruppe soma reflektiert die Vielschichtigkeit von Kunst als kulturellen Prozess innerhalb unterschiedlicher Diskurse. Soma bezieht sich im Pavillonkonzept auf die Komplexität von Kunst und deren unterschiedlichen Wahrnehmungsebenen. Die Umsetzung künstlerischer Prozesse in ein architektonisches Objekt, das diese komplexen Ebenen von Kunst wiederspiegelt, definiert die architektonische Konzeption von "White Noise": "mittels Schichtung von sich auskreuzenden Stäben zu einer 3-dimensionalen Struktur entsteht durch einfache Mittel eine komplexe Struktur, die sich je nach Betrachter-Standpunkt und Lichtverhältnissen ständig verwandelt. Die Struktur des Pavillons ist nicht „auf einen Blick“ erfassbar, sondern seine unterschiedlichen Erscheinungen und Effekte werden erst im räumlichen Erleben, Herumgehen, Betreten und Benutzen von den BetrachterInnen entdeckt. Der Pavillon ist keine eindeutige Form, sondern eine flimmernde Präsenz, die unsere visuelle Wahrnehmung als aktiven und kreativen räumlichen Prozess thematisiert." (soma)
Der Pavillon besteht aus 3 Segmenten die individuell oder im Verbund aufgestellt werden können. Zusätzlich sind zwei Abschluss-Segmente für den öffentlichen Eingang und den Künstlerzugang vorgesehen. Die Tragstrutur besteht aus ca. 1500 gleich langen Aluminium-Stäben (Aluminium natur) und bildet mehrere Zweigelenksrahmen in Haupttragrichtung und eine aufgelöste Scheibe in sekundärer Richtung. Durch die Aneinanderreihung bzw. Überlagerung mehrerer Ebenen, sich innerhalb einer Ebene nicht überschneidender Stäbe, entsteht ein Verbund der tragenden Elemente ohne Durchdringungen, was einen schrittweisen Auf- und Abbau sowie eine einfache Fertigung der Bauteile und einheitliche Details trotz einer unregelmäßigen Struktur ermöglicht.
Ziel des Entwurfes war es durch das innovative Design einen zeitgenössischen Pavillon zu schaffen, der ein repräsentatives Aushängeschild für gegenwärtige Kunstproduktion Salzburgs sein kann. Ziel des Entwurfes war es durch das innovative Design einen zeitgenössischen Pavillon zu schaffen, der ein repräsentatives Aushängeschild für gegenwärtige Kunstproduktion Salzburgs sein kann.

"white noise" war im Frühjahr 2011 in Salzburg am Mozartplatz aufgestellt, 2012 bei der "REGIONALE12" in Krakauhintermühlen und in der europäischen Kulturhauptstadt Maribor.




Technik
Der Kunstpavillon überspannt stützenlos 140m² (exkl. Konstruktion) und weist mit Rampe Abmessungen (Länge/Breite/Höhe) von ca. 21/15/7m auf.
Die mit Abstand aneinandergereihten, ausgefachten Bogenträger ergeben sich aus unregelmäßig angeordneten 2.00m langen Stäben (quadratischer Hohlquerschnitt 100/100mm). Mehrere dieser bogenförmigen Schichten von Stäben erzeugen jeweils Schnittpunkte mit benachbarten Schichten – daraus ergibt sich ein fester Verbund.
Als Klimahülle und wasserführende Schicht dient eine zwischen die Bögen eingespannte Membrane welche bei Tag den Schattenwurf der Stäbe im Inneren abbildet und bei Nacht die Lichtsituation im Inneren gestreut und durch die Stäbe gefiltert nach außen weiter leitet. Der Boden des Pavillons ist mit Bühnen-Podesten von seiner Umgebung angehoben und für unterschiedliche Nutzungen und Veranstaltungen nutzbar.

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