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| cyclass (2001) |
Julie Hayward
Neubau Lehrwerkstätte der Landwirtschaftlichen Fachschule Kleßheim Platzgestaltung
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| Beschreibung |
Mit dem künstlichen Organ und Biotop „Cyclass“ (Cycle Assistant = Assistent für den Naturkreislauf) wollte die Künstlerin einen Ort der Ruhe schaffen, der in seiner Gestaltung zurückhaltend wirkt. Das Objekt integriert sich in die „Natur“ und ragt dabei nicht in die Höhe. Ein weiterer Ansatzpunkt war die Überlegung, welche Bedeutung Wasser über die letzten Jahrhunderte für die Entwicklung des Sauberkeits- und Reinheitsbegriffes hatte. Die Tatsache , dass „natürliches Wasser“ künstlich geleitet und mit aufwendigen Filtermethoden gereinigt wird und einem Kreislauf unterliegt, der schon lange nicht mehr von der Natur allein bewältigt werden kann, spielt dabei eine zentrale Rolle.
Haywards Idee war es, der Natur ein fiktives symbolisches Organ zu implantieren. Formal an eine Niere erinnernd, ergeben sich bei der Betrachtung von unterschiedlichen Standpunkten auch mehrere Assoziationsmöglichkeiten, z. B. die Verwandtschaft mit einem Riesensamen oder einem Embryo. Das Wasser erlebt unentwegt durch seine natürliche und technische Reinigung eine erneute Geburt. Durch die im Teich angepflanzten Nadelsimse, einem Unterwassergras, welches eine stark reinigende Wirkung besitzt und zusätzlich das Wasser mit Sauerstoff anreichert, wird diese Bedeutung unterstützt.
Aus dem großteils unter der Erde aktiven „Organ“ tropft täglich soviel Wasser, wie ein Europäer durchschnittlich täglich verbraucht.
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| Technik |
Gras: Bärenfellschwingel (am Land), Nadelsimse (im Wasser); Wasser, Skulptur aus Aluminium (AlMg3, lebensmittelechtes Aluminium), der Aushub dient als Aufböschung.
Das Biotop wurde mit einem Experten und den Schülern der Gartenbauschule errichtet.
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