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Daniel Leidenfrost
ohne Titel (Fußgängerunterführung) (2016)
Raumgestaltung, Partizipatives Projekt - Flachgau

© Foto: Land Salzburg/Otto Wieser
© Foto: Land Salzburg/Otto Wieser
© Foto: Land Salzburg/Otto Wieser
© Foto: Land Salzburg/Otto Wieser
© Foto: Land Salzburg/Otto Wieser
© Foto: Land Salzburg/Otto Wieser

Projekt

Im Rahmen des Neubaus des Internats gestaltete der Künstler Daniel Leidenfrost einen unterirdischen Verbindungsgang.

Der ursprünglich gerade geplante Durchgang wurde leicht geknickt. Eine durchgängige Blickachse zwischen Innen und Außen bleibt bestehen, jedoch sind beim Betreten des Ganges immer nur drei Wände direkt sichtbar. In den Wänden eingelassen sind Leuchtkästen und Spiegel einander gegenübergestellt. Ab dem Knick in der Mitte wechseln Spiegel und Leuchtkästen die Seiten.

In einem partizipativen Prozess erarbeitete Daniel Leidenfrost, gemeinsam mit den Schüler*innen, die Geschichte des Ortes und die historischen Nutzungen des Geländes in Gegenüberstellung zu den aktuellen Gegebenheiten ihrer gegenwärtigen Realität. Die Schüler*innen wurden in den Rechercheprozess integriert, begaben sich auf Spurensuche und erforschten anhand von Fotomaterial die unterschiedlichen Verwendungszwecke der Anlage im jeweiligen gesellschaftspolitischen Kontext. Im leicht geknickten Verbindungsgang werden historische und aktuelle Fotos in Leuchtkästen gezeigt, an den Gangwänden angebrachte Spiegel reflektieren Ausschnitte der Fotografien, Teile des Außenraumes und Personen die den Gang durchschreiten. Der Verbindungsgang wird dadurch zu einem Raum-Zeit-Tunnel, in den sich Personen beim Durchschreiten als Akteur*innen hineinprojiziert wiederfinden.

Technik

Fotografien, Leuchtkästen, Spiegel

Künstler_in

Daniel Leidenfrost

Vergabe

Geladener Wettbewerb, 2014

Standort

Kleßheimerstraße 13
5071 Wals-Siezenheim

Architektur

Nach Plänen des Architekten DI Christian Schmirl wurde am Schulgelände Kleßheim ein neues Internatsgebäude errichtet. Ein unterirdischer Verbindungsgang ermöglicht die Anbindung an die Werkstätten, ohne dass die SchülerInnen eine stark frequentierte Straße überqueren müssen.