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Hellmut Bruch
ohne Titel (Große Kreisform) (1998)
Vorplatzgestaltung - Pinzgau

© Foto: Land Salzburg/Otto Wieser
© Foto: Land Salzburg/Otto Wieser

Projekt

Für das Bundesschulzentrum in Zell am See konzipierte Hellmut Bruch eine Vorplatzgestaltung.

„Hellmut Bruchs "Große Kreisform" holt den Himmel herunter auf den Asphalt. Ein silbern schimmernder Ring aus Edelstahl bewirkt, dass lieblos wuchernde Natur ins Visier genommen, wieder bewusst geplant wird, die Dimension eines Schulhofs sich weitet.

Hellmut Bruch definiert mit seiner künstlerischen Intervention Im Schulensemble des Bundesrealgymnasiums und der Bundeshandelsakademie von Zell am See den Raum des gemeinsamen Innenhofs neu und lässt Lehrer und Schüler Pausenzeiten neu erleben. Mit einem Durchmesser von acht Metern gelingt dem konkreten Künstler aus Hall in Tirol ein überzeugendes Zeichen für positive Lebenseinstellung und Ideale. Beides Werte, die dem Bildungskanon junger Menschen Schubkraft zur Persönlichkeitsentwicklung geben können.

Dynamisch bewegt sich die "Große Kreisform" – aus bestimmten Blickwinkeln zur Ellipse mutierend – auf den Betrachter zu. Oder lenkt den Blick in Richtung Eingangssituation der beiden Schullgebäude, die sich U-förmig um den Innenhof gruppieren. Nach einer etappenweisen Sanierung und Erweiterung des Schularreals war es die dringliche Aufgabe, dem Schulhof durch eine künstlerische Gestaltung eine neue Atmosphäre zu verleihen.

Das Schattenspiel des Kreises wirkt gleichsam als Sonnenuhr auf den Feldern des Asphalts, der durch hellere, eingelegte Natursteine in Quadrate gegliedert wird. Parallel zur Position des Kunstwerkes, die die Erschließungsachse betont, ist um die Kreisform im Raster eine Grüninsel entstanden, die zur Kommunikation einlädt. In dieses Zentrum ist als Gegenpol zum Kunstwerk mit seiner perfekten technischen Formqualität ein Ahornbaum eingepflanzt, der den Wandel der Jahreszeiten deutlich macht.

Natur und Technik – Gefühl und Ration – sind aber hier nicht als Kontrahenten zu verstehen, sondern in ihren unterschiedlichen Sprachen vom Künstler zu einer gemeinsamen Aussage eingesetzt. Die Maßverhältnisse und die Präzision des Kunstwerkes spielen auf die Gesetzmäßigkeiten der Natur an und und setzen sie in künstlerische Form um.“ (Ines Höllwarth)

Technik

Ring aus Edelstahl, Durchmesser ca. 300 cm

Künstler_in

Hellmut Bruch

Vergabe

Geladener Wettbewerb

Standort

Karl-Vogt-Straße 29
5700 Zell am See

Architektur

Bundesschulzentrum Zell/See, Schüttdorf