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Ronald Bolt
ohne Titel (Bilder im Bürgerzentrum) (1998)
Wandgestaltung mit Großbilddruck - Stadt Salzburg

© Foto: Land Salzburg
© Foto: Land Salzburg
© Foto: Land Salzburg

Projekt

Ronald Bolt schuf für das Foyer des Bürgerzentrums eine große dreiteilige Arbeit, die formal auf Ankündigungstafeln Bezug nimmt und die Begriffe "Benutzerfreundlichkeit" und "Transparenz" thematisiert. In das Konzept mit einbezogen wurden auch die Glasflächen zur Kaiserschützenstraße.

Jede Tafel der dreiteiligen Arbeit wird in der Horizontale von zehn Farbstreifen, in Anlehnung an die Anzahl der Stockwerke, gegliedert, die in leichten Abstufungen von oben nach unten dunkler werden. In den auf diese Weise entstandenen blauen Grund wächst ein von ebensolchen Farbstreifen gebildetes gelbes Oval auf jedem der drei Tafeln ein Stückchen weiter in die Fläche hinein.

Die für ihre Größe relativ niedrig und dunkel wirkende Empfangshalle erhält durch die klare farbliche Gestaltung eine deutliche Akzentuierung. Das gelbe Oval öffnet den Raum und erfüllt ihn mit Wärme. Ronald Bolt, der häufig mit ungewöhnlichen Werkstoffen arbeitet, gelingt es hier mit wenigen künstlerischen Gestaltungsmitteln sowohl auf die Architektur einzugehen, als auch diese optisch zu erweitern.

Für die Glasflächen auf der Eingangsseite markiert er zwei Kreise mittels Sandstrahlung, einmal voll, einmal als Umriss und nimmt so die Begriffe "Öffnen und Schließen" in die Gestaltung auf. Der erste geschlossene Kreis schafft einen optischen Schutz für den dahinterliegenden Sitzbereich ohne ihn völlig abzuschließen, der zweite offene Kreis lädt hingegen zum Hineinschauen ein, wobei ein Teil der Wandgestaltung und der Sitzgruppe im Foyer sichtbar wird.

Technik

Dreiteilige Arbeit: Großbilddruck auf Kunststoff in Aluminiumrahmen, 180 x 175 x 12 cm und 2 x 180 x 450 x 12 cm
Fassade: Sandgestrahltes Glas

Künstler_in

Ronald Bolt

Vergabe

Direkte Vergabe

Standort

Fanny-von-Lehnert-Str. 1
5020 Salzburg

Architektur

Das Bürgerzentrum am Bahnhof, ehemals Porschehof, wird seit 1998 als Bürogebäude für das Amt der Salzburger Landesregierung und die Bezirkshauptmannschaft Salzburg Umgebung genutzt. Errichtet wurde der Gebäudekomplex im Wesentlichen in drei Bauetappen als Firmensitz des Porschekonzerns und wurde als solcher bis 1994 genutzt. Nach Plänen des Architekten Richard Pfob (1903-1985) wurde an der Kaiserschützenstraße das ursprüngliche Bürogebäude mit Präsentationsräumen, Wohnungen und Hotelgeschoßen errichtet. 1972 und 1988-90 wurden zwei weitere Bürokomplexe von den Architekten Wolfgang, Robert und Georg Soyka geplant und ausgeführt.