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Werner Würtinger
ohne Titel (Glasobjekt HNO-Abteilung) (1996)
Platzgestaltung - Stadt Salzburg

© Foto: Mira Turba
© Foto: Mira Turba
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Projekt

Der Künstler Werner Würtinger schuf eine Glas- und Stahlkonstruktion als Platzgestaltung für die HNO-Abteilung des Landeskrankenhauses Salzburg. Es handelt sich um eine verglaste "Wand" die freistehend ist und auf der Teilweise ein Text des französichen Philosophen und Phänomenologen Meleau-Ponty zu lesen ist.

Würtinger gehört zu jener Künstlergeneration, die – auf einem traditionellen Fundament aufbauend – sich mit den zeitgenössischen Strömungen und Aufgabenstellungen der Plastik im Umfeld von Architektur und Technik auseinandersetzt. Nicht die Verneinung der Plastik und das Aufgehen des Künstlerischen im Design sind seine Entscheidung, sondern der Dialog der Kunst mit dem sie umgebenden Raum (Ines Höllwarth).

Der auf das Glas aufgebrachte Text von Merleau-Ponty lautet:
"Das Rätsel liegt darin, dass mein Körper zugleich sehend und sichtbar ist. Er, der alle Dinge betrachtet, kann sich zugleich auch selbst betrachten und in dem, was er gerade sieht, "die andere Seite" seines Sehvermögens erkennen. Er sieht sich sehend, er betastet sich tastend, er ist für sich selbst sichtbar und spürbar. Er ist ein "Sich", nicht durch Transparenz wie das Denken, das, was es auch immer denkt, sich selbst assimiliert, indem es als Denken konstituiert, in Denken verwandelt, sondern ein "Sich" durch ein Einswerden, durch eine narzisstische Verbundenheit dessen, der sieht, mit dem, was er sieht, dessen, der berührt, mit dem, was er berührt, das Empfinden mit dem Empfundenen – ein "Sich" also, das den Dingen verhaftet ist, das eine Vorder- und eine Rückseite, eine Vergangenheit und eine Zukunft hat..."

Technik

Stahl- und Glaskonstruktion

Künstler_in

Werner Würtinger

Vergabe

Geladener Wettbewerb

Standort

Müllner Hauptstraße 48
5020 Salzburg

Architektur

Landeskrankenhaus Salzburg, HNO-Abteilung, Vorplatz, Stiegenhaus