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Hans Pollhammer
KA ZEIT (2014)
Temporäre Interventionen im urbanen Raum - Stadt Salzburg

© Foto: Land Salzburg
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Projekt

2014 wurde vom Fonds ein offener Wettbewerb ausgeschrieben. Ziel war die Erlangung von Konzepten für temporäre Interventionen im öffentlichen Raum von der Schanzlgasse bis zur Kaigasse. Aus den 56 eingereichten Entwürfen wurden jene von Bernhard Gwiggner, Sigrid Kurz und Hans Pollhammer von der Jury zur Realisierung vorgeschlagen.
Die Interventionen waren in den Sommermonaten vom 24.6. bis 23.9.2014 sichtbar.

Hans Pollhamer installierte eine defekte Bahnhofsuhr, deren Zeiger am Ziffernblatt nach unten gerutscht sind und still liegen, an einem Masten. Die nicht funktionierende Uhr steht als Metapher für Zeitlosigkeit und keine Zeit haben. "Ka Zeit" bricht die vorgegebene zeitliche Zuordnung eines leistungsorientierten Funktionieren-Müssens, das Arbeits- und Lebensweisen prägt und zur ständigen Selbstoptimierung verpflichtet. "Ka Zeit" macht auf die zunehmend fehlende Zeit für Genuss und auf das prinzipielle Nicht-mehr-genießen-Können aufmerksam. Die Uhr, die sich der Zeitmessung verweigert, hebt die Zeitebenen auf. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verdichten sich durch die abwesende Zeit im gegenwärtigen Moment. Das Messen der Zeit wird als Ordnungsprinzip, als Effizienzwert und als Kategorisierungskriterium karikiert. Hans Pollhammers poetische Metapher symbolisiert das Nichtvorhandensein von Zeit als befreienden Moment des Innehaltens und erinnert daran, dass es keine Zeit zu verlieren gibt.

Technik

Bahnhofsuhr montiert auf einen Masten

Künstler_in

Hans Pollhammer

Vergabe

Offener Wettbewerb, 2013

Downloads und Links

Standort

Kajetanerplatz, Schanzlgarten
5020 Salzburg

Architektur

Der Kajetanerplatz in Salzburg umfasst circa 850 Quadratmeter und ist umgeben von historischen Gebäuden.