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Claus Prokop
Branding (2016)
graphische Gestaltung auf Holz - Tennengau

© Foto: Claus Prokop
© Foto: Kunst am Bau
© Foto: Kunst am Bau

Projekt

In der Orangerie des Neubaus des Internatsgebäudes der landwirtschaftlichen Fachschule Winklhof wurde ein partizipatives Projekt von Claus Prokop umgesetzt.

Der Künstler entwickelte gemeinsam mit den Schüler*innen individuelle Persönlichkeitssymbole, Brandings, die in die Holzverkleidung des Bodenrandes der Galerieebene in der Orangerie eingebrannt wurden. Claus Prokop referiert auf die traditionelle Verwendung von Brandstempeln als dauerhafte Kennzeichnung von Holz in der Landwirtschaft, thematisierte die Begriffsverwandlung hin zur aktuellen Verwendung als Marken- und Identitätszeichen. Die Verwandlung steht für die Kennzeichnung von Besitz bis hin zu einem Erkennungsmerkmal und Markenzeichen von Waren und Personen.
In den Workshops beschäftigten sich die Schüler*innen mit Fragen der Identität und damit, wie Schule Identität prägt, und entwickelten eigene Identitätszeichen, um wiederum dem Ausbildungsort ihren Stempel einzubrennen. Die Schüler*innen entschieden ob sie durch ihr Portrait oder ein Symbol, das für ihre (Haupt-) Interessen steht, repräsentiert werden wollen. Die Bandbreite reicht dabei von traditionellen Brandzeichen, über Pflanzen- und Tiere, Gegenständen aus dem technischen Bereich, Initialen ihrer Namen. Die Brands wurden zum Zeichen aktiver Mitgestaltungsmöglichkeiten in der Institution Schule eingebrannt. Sie repräsentieren nicht nur die individuellen Persönlichkeiten der Schüler*innen, sondern stehen auch für die in der Schule erfahrenen Ausbildungen, Zeitperioden und Veränderungsprozesse.

 

Technik

Brandzeichen auf Holzverschalung

Künstler_in

Claus Prokop

Vergabe

Offener Wettbewerb, 2014

Standort

Winklhofstraße 10
5411 Oberalm

Architektur

Am Gelände der Landwirtschaftlichen Fachschule Winklhof in Oberalm entstand 2014/2015 nach den Plänen von lechner-lechner-schallhammer ein Schul- und Internatsgebäude. Der Holzbau verbindet zwei bestehende Schulgebäude und fasst dadurch den Hof vor dem historischen Schloss ein. Eine zweigeschoßige "Orangerie" bildet ein großzügiges Entree.