Zurück

Gabriele Seethaler
Spiegelblicke (2001)
Fotoserie - Pongau

© Foto: Land Salzburg
© Foto: Rainer Iglar
© Foto: Land Salzburg
© Foto: Land Salzburg
© Foto: Rainer Iglar

Projekt

Im Kontext der Sanierung und des teilweisen Neubaus der Bezirkshauptmannschaft St. Johann im Pongau im Jahr 2001 schuf Gabriele Seethaler ihre Portraitserie „Spiegelblicke“.

Gabriele Seethaler bezog Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Gemeinden des Bezirkes St. Johann ein - als Portraitierte in ihrer Bezirkshauptmannschaft präsent zu sein.

„Ich lichte meine Modelle nicht direkt ab, sondern lasse sie alle in den gleichen Spiegel mit Facettenschliff blicken“, sagt die Künstlerin zu ihrem Arbeitskonzept. Durch den Facettenschliff entsteht eine Kante, die das „zweite Gesicht“ neben dem Spiegelbild zum Vorschein bringt. Meist weist dieses zweite Gesicht einen etwas anderen Ausdruck auf, da die Kante ein wenig gebrochen ist und das Gesicht in einem anderen Winkel erscheint. Bei manchen Menschen ergibt sich auch ein perfekter Übergang von einem Ich zum anderen. Die Größe des zweiten Gesichtes hängt von der Gesichtsform, der Entfernung des Modells bzw. der Entfernung der Kamera vom Spiegel ab.

Der Spiegel hat noch eine zweite Funktion. Da nicht direkt fotografiert wird, nimmt er dem Porträtierten die Scheu vor der Kamera. Die Aufnahmen zeigen deshalb sehr natürlich wirkende Porträts und mit dem zweiten Gesicht „Seelenblicke“.

Technik

11 Jet-Prints auf semitransparenter Folie, zwischen Glasscheiben
Drei Flächen zu je 90 x 60 cm, an den Wänden; vier Flächen zu je 91 x 20 cm, paarweise übereinander frei schwebend montiert, eine Fläche mit 52 x 41 cm; drei Paneele übereinander mit je 52 x 41 cm

Künstler_in

Gabriele Seethaler

Vergabe

Geladener Wettbewerb

Standort

Hauptstraße 1
5600 St. Johann

Architektur

Bezirkshauptmannschaft St. Johann im Pongau