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Eröffnung Orte des Gedenkens in Mariapfarr und Tamsweg

Mariapfarr und Tamsweg

08.05.2026 17:00 Uhr

Johanna Kandl, Helmut Kandl (2026)

Anmeldung zur Veranstaltung


Joseph Mohr Platz, 5571 Mariapfarr

Standort:
Joseph Mohr Platz 1
5571 Mariapfarr

Erinnerung an die Widerständigkeit von katholischen Geistlichen im Lungau

Freitag 8. Mai 2026

Die Eröffnung Mit dem Projektteam Hildegard Fraueneder/Albert Lichtblau/Robert Obermair, Bgm. Andreas Kaiser, Pfarrer Pater Paul, Klaus Heitzmann, Bgm. Wolfgang Pfeifenberger, Johanna und Helmut Kandlfindet an zwei Orten statt

17:00 Uhr in Mariapfarr
Musik: Fritz Messner
Ort: Joseph-Mohr-Saal
Joseph Mohr Platz 1, Mariapfarr
Anschließend Besichtigung der Wandmalerei und Bustransfer nach Tamsweg

19:00 Uhr Tamsweg
Musik: Querschläger Quartett
Ort: Schloss Kuenburg, Kuenburgsaal
Kirchengasse 8, Tamsweg

Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung für den Bustransfer wird gebent

Orte des Gedenkens und die Erinnerung an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Land Salzburg

Zwischen 2022 und 2028 werden in allen sechs politischen Bezirken des Bundeslandes Salzburg entlang konkreter Biografien temporäre Gedenkorte realisiert. In einer Verschränkung von historischer Forschung, künstlerischer Thematisierung und pädagogischer Vermittlung werden die Vielfältigkeit der Beweggründe für Widerstandshandlungen und das spezifisch Lokale sichtbar gemacht.
Im Lungau liegt der Fokus des Projekts auf der Widerständigkeit von katholischen Geistlichen und besonders auf der Biografie von Josef Schitter.

Wunder Stoff / Wunder Punkt

Johanna und Helmut Kandl realisieren an beiden Orten jeweils eine großflächige Wandmalerei, die zum einen die Pracht und Schönheit von Messgewändern zeigen wird, zum anderen diese aber mit Rissen und Lücken versetzt und so auf die Gewaltherrschaft des NS-Regimes, auf die Verluste und auf das jahrzehntelange Stillschweigen darüber verweist. Auf lose über das jeweilige Wandbild verteilte Texttafeln werden Informationen zu widerständigen Personen aus dem katholischen Umfeld gegeben.

Veranstaltungsprogramm

Zwischen Mai 2026 und Mai 2027 finden in Mariapfarr und in Tamsweg themenspezifische Veranstaltungen statt, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit dem Projekt und dem katholischen Widerstand auseinandersetzen.
Hier ein Vorschau (Änderungen noch möglich)

Mittwoch, 15. Juli 2026, 19:00
Wunder Stoff / Wunder Punkt
Johanna und Helmut Kandl (Künstler*innen, Berlin/Wien) im Kunstgespräch mit Stella Rollig (Generaldirektorin Belvedere Museum Wien)
Schloss Kuenburg, Kuenburgsaal; Kirchengasse 8, Tamsweg 

Oktober 2026
„Dagegen konnten sie sich natürlich nicht wehren.“ NS-Zwangsarbeit im Lungau
Der Historiker Christian Blinzer (Tamsweg) präsentiert sein Buch zu Formen von Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus im „Kreis“ Tamsweg (Wolfgang Pfeifenberger Verlag)
Ort und Datum werden noch bekannt gegeben)

Mittwoch, 18.11.2026, 18:00
Das Verhältnis von Kirche und Nationalsozialismus
Podiumsgespräch mit der Journalistin Eva Maria Kaiser und dem Historiker Peter Schernthaner
Ort: Joseph-Mohr-Saal, Joseph Mohr Platz 1, Mariapfarr

Freitag, 21. Mai 2027, 18:00
Präsentation der Siegerprojekte des Kurzfilmwettbewerbs und Abschlussveranstaltung des Projekts Orte des Gedenkens im Lungau
Ort: Lungauer Kulturvereinigung, Hatheyergasse 2, Tamsweg

Eintritt frei!

Orte des Gedenkens wird vom Land Salzburg finanziert und im Lungau
in Kooperation mit den Gemeinden Mariapfarr und Tamsweg, der Pfarre Mariapfarr und der Lungauer Kulturvereinigung realisiert.
Das Kunstprojekt wird in Kooperation mit dem Fonds zur Förderung von Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum Salzburg umgesetzt.
Projektleitung: Hildegard Fraueneder, Albert Lichtblau und Robert Obermair
Öffentlichkeitsarbeit: Stefanie Ruep
Grafik: Sarah Oswald

Mehr Informationen zu Orte des Gedenkens


Künstler_in

Johanna Kandl

Geboren in Wien, lebt und arbeitet in Wien und Berlin. Studium der Konservierung und Technologie an der Akademie der bildenden Künste Wien. Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien (Prof. Wolfgang Hollegha) Studium der Malerei an der Universität der Künste Belgrad (Prof. Radenko Mišević); 2005 -2013 Professur für Malerei an der Universität für angewandte Kunst Wien Arbeitet im Bereich Recherche und Dokumentation in den Medien Malerei und Video. Der Fokus der letzten Jahre liegt auf historischen und zeitgenössischen Malmaterialien. Seit 1997 Zusammenarbeit mit Helmut Kandl, vor allem bei partizipativen und Rechercheprojekten.

Helmut Kandl

Geboren 1953 in Laa an der Thaya, lebt und arbeitet in Wien und Berlin. Arbeitet im Bereich Recherche und Dokumentation, oft unter Einbeziehung von Archiven und privater Fotografie. Er verfolgt einen zum Angewandten hin offenen Kultur- und Kunstbegriff, der sich von der Schaffung von Kulturvermittlungseinrichtungen (GALERIE BRÜNNERSTRASSE, „FLUSS – NÖ Fotoinitiative“, Kunsthalle Krems) über Wohnprojekte (Amtsstraße 28) bis zur Beschäftigung mit dem Kochen erstreckt. Im Bereich Recherche und Dokumentation verwendet er vorrangig die Medien Fotografie und Video, oft unter Einbeziehung von Archiven und privater Fotografie. Seit 1997 Zusammenarbeit mit Johanna Kandl, vor allem bei partizipativen und Rechercheprojekten.


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