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Kunstgespräch von Stella Rollig mit Johanna und Helmut Kandl

Tamsweg

15.07.2026 19:00 Uhr

Johanna Kandl, Helmut Kandl (2026)
Kirchengasse, 5580 Tamsweg

Standort:
Kirchengasse 8
5580 Tamsweg

Wunder Stoff / Wunder Punkt

Das Forschungs- und Vermittlungsprojekt Orte des Gedenkens erinnert im Lungau an den Widerstand katholischer Geistlicher und Ordensleute gegen den Nationalsozialismus. 
Einen wesentlichen Beitrag zu Orte des Gedenkens gestaltet das von Helmut & Johanna Kandl realisierte Kunstprojekt Wunder Stoff / Wunder Punkt (Mitarbeit Domenico Mühle und Stefan Wirnsperger).
 
Das zentrale Motiv für die zwei großformatigen Wandbilder in Mariapfarr und in Tamsweg bilden Messgewänder: In den Wandbildern sehen wir ausschnitthaft zwei dieser kostbaren Stoffe, aber sie sind durchsetzt mit Rissen und ausfransenden Löchern. Das Zerreißen der Kleidung ist sowohl im Alten Testament als auch im Neuen ein Zeichen der Trauer. Hier verweisen die Risse und Löcher auch auf die Gewaltherrschaft des NS-Regimes und auf das jahrzehntelange Stillschweigen darüber.

Herzliche Einladung zum

Kunstgespräch von Stella Rollig mit Johanna und Helmut Kandl

Mittwoch, 15. Juli 2026, 19:00 Uhr
Schloss Kuenburg, Kuenburgsaal
Kirchengasse 8
5580 Tamsweg

Belvedere-Generaldirektorin Stella Rollig spricht mit Johanna und Helmut Kandl über ihre Arbeiten in Mariapfarr und Tamsweg.

Vor dem Gespräch besteht die Möglichkeit, die Wandmalereien gemeinsam mit den Künstler:innen zu besichtigen
16:30 Uhr Mariapfarr Weiherplatz
18:00 Uhr vor der Dekanatspfarrkirche hl. Jakobus der Ältere

Eintritt frei!

Orte des Gedenkens wird vom Land Salzburg gefördert und im Lungau in Kooperation mit den Gemeinden Mariapfarr und Tamsweg, der Pfarre Mariapfarr und der Lungauer Kulturvereinigung realisiert.

Das Kunstprojekt wird in Kooperation mit dem Fonds zur Förderung von Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum Salzburg umgesetzt.


Künstler_in

Johanna Kandl

Geboren in Wien, lebt und arbeitet in Wien und Berlin. Studium der Konservierung und Technologie an der Akademie der bildenden Künste Wien. Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien (Prof. Wolfgang Hollegha) Studium der Malerei an der Universität der Künste Belgrad (Prof. Radenko Mišević); 2005 -2013 Professur für Malerei an der Universität für angewandte Kunst Wien Arbeitet im Bereich Recherche und Dokumentation in den Medien Malerei und Video. Der Fokus der letzten Jahre liegt auf historischen und zeitgenössischen Malmaterialien. Seit 1997 Zusammenarbeit mit Helmut Kandl, vor allem bei partizipativen und Rechercheprojekten.

Helmut Kandl

Geboren 1953 in Laa an der Thaya, lebt und arbeitet in Wien und Berlin. Arbeitet im Bereich Recherche und Dokumentation, oft unter Einbeziehung von Archiven und privater Fotografie. Er verfolgt einen zum Angewandten hin offenen Kultur- und Kunstbegriff, der sich von der Schaffung von Kulturvermittlungseinrichtungen (GALERIE BRÜNNERSTRASSE, „FLUSS – NÖ Fotoinitiative“, Kunsthalle Krems) über Wohnprojekte (Amtsstraße 28) bis zur Beschäftigung mit dem Kochen erstreckt. Im Bereich Recherche und Dokumentation verwendet er vorrangig die Medien Fotografie und Video, oft unter Einbeziehung von Archiven und privater Fotografie. Seit 1997 Zusammenarbeit mit Johanna Kandl, vor allem bei partizipativen und Rechercheprojekten.


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