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Stolpersteinverlegung und Abschluss Orte des Gedenkens Saalfelden

Saalfelden

11.05.2026 15:00 Uhr

Rosa Andraschek, Simon Nagy (2025)
Bahnhofstraße, 5760 Saalfelden am Steinernen Meer

Standort:
Bahnhofstraße 67
5760 Saalfelden am Steinernen Meer

Stolpersteinverlegung und feierlicher Abschluss des Projektes
Montag, 11. Mai 2026

Seit dem Schuljahr 2024/25 wird in Kooperation mit dem Gymnasium Saalfelden ein besonderes Schulprojekt umgesetzt: Die Klasse 8A (Klassenvorständin Andrea Dillinger) hat sich intensiv mit den Biografien von Widerständigen und Opfern des Nationalsozialismus aus Saalfelden beschäftigt.

Die Ergebnisse dieser Arbeit münden am Montag, 11. Mai 2026, ab 15:00 Uhr in die Verlegung der ersten Stolpersteine: In der Zellerstraße, Bahnhofstraße, Lofererstraße und Farmachstraße erinnern sieben Steine an Franz Dillinger, Albert und Johann Wieser, Magnus Scholz, Sara und Artur Kant sowie Maria Komocar. Die Verlegung erfolgt gemeinsam durch den Bauhof Saalfelden und die Schüler*innen.

Um 18:00 Uhr werden vor dem Museum Schloss Ritzen zwei weitere Stolpersteine für Thomas Rieder und Aleksy Jagla gesetzt. Im Anschluss klingt das Projekt im Museum in einem gemeinsamen Abschluss mit Bürgermeister Erich Rohrmoser sowie den Künstler*innen Rosa Andraschek und Simon Nagy (Projekt „Der kürzeste Weg“) aus.

Programmübersicht

15:00 Uhr Stolpersteinverlegung, Zellerstraße 8 (Treffpunkt), Bahnhofstrasse 5, Lofererstraße 2 und 9, Farmachstraße 12
18:00 Uhr Museum Schloss Ritzen, Museumsplatz 1, 5760 Saalfelden
Im Anschluss gemeinsamer Ausklang im Museum mit Bürgermeister Erich Rohrmoser, den Künstler*innen Rosa Andraschek und Simon Nagy und allen Projektbeteiligten.

Eintritt frei!

Das Projekt Orte des Gedenkens

Zur Erinnerung an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus realisiert das Land Salzburg in jedem politischen Bezirk über sechs Jahre hinweg einen temporären Gedenkort. Das Konzept der Arbeitsgemeinschaft Orte des Gedenkens basiert auf drei Säulen: historischer Aufarbeitung, künstlerischer Intervention und Vermittlungsarbeit. Zum Bildungsprogramm gehören öffentliche Veranstaltungen sowie Workshops an Schulen, Bildungsstätten und mit NGOs oder Kulturinitiativen – in Kooperation mit ERINNERN.AT. Im Zentrum stehen dabei Biografien, die Einblicke in autoritäre Systeme, Widerstand und Zivilcourage geben und unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.

Geleitet wird das Projekt von der Kunsthistorikerin Hildegard Fraueneder und den Historikern Albert Lichtblau und Robert Obermair. Die Kunstprojekte entstehen in Zusammenarbeit mit dem „Fonds zur Förderung von Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum“ des Landes Salzburg. Kooperationspartner vor Ort: Museum Schloss Ritzen, Bildungszentrum, Kunsthaus Nexus und Stadtgemeinde Saalfelden.

Mehr Information zuOrte de Gedenkens


Künstler_in

Rosa Andraschek

Die in Wien lebende Künstlerin Rosa Andraschek widmet sich in vielen ihrer Arbeiten übersehenen und verborgenen Aspekten der österreichischen Vergangenheit. Sie hat in den vergangenen Jahren mehrere Gedenkprojekte realisiert, u.a. an das Zwangsarbeiterlager in Roggendorf/Pulkau. Weitere längerfristige Projekte beschäftigen sich mit dem ehemaligen KZ-Außenlager in Hirtenberg und mit den zahlreichen Kriegerdenkmälern in Österreich. Zurzeit arbeitet sie zusammen mit Simon Nagy an einer neuen Weggestaltung des Kriegerdenkmals in Garsten/OÖ.

Simon Nagy

Simon Nagy arbeitet in unterschiedlichen Kollektiven in der Kunst-, Text- und kritischen Wissensproduktion in Wien. Er ist Vorstandsmitglied von Büro trafo.K, dessen Schwerpunkte u. a. auf der Vermittlung von Zeitgeschichte und NS-Kontinuitäten mittels künstlerischer Strategien liegen. Darüber hinaus ist er Teil der Künstler:innengruppe Schandwache, die sich gegen antisemitische Kontinuitäten und für eine Weggestaltung des Karl-Lueger-Denkmals einsetzt. Sein Buch „Zeit abschaffen“ erschien 2024 im Unrast Verlag.


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