Zurück

Gisela Eder
Gobelin-Dreiecke (1996)
Wandgestaltung - Stadt Salzburg

© Foto: Mira Turba
© Foto: Mira Turba
© Foto: Mira Turba
© Foto: Mira Turba

Projekt

Gisela schuf 1996 sieben Wandobjekte für den Seminarraum der Urologie.

Für den neuen Seminarraum der Urologie schuf Gisela Eder eine siebenteilige Wandgestaltung, bestehend aus rhythmisch nebeneinander gruppierten Gobelin-Dreiecken: 3+2+2=7. Der Wand entlang gereiht, korngelb mit zartgrünen Verästelungen, braunen, roten Adern und Baumstrukturen mit flammenden Einsprengseln sind sie voll organischer Naturformen: gestaltet – gewachsen – gewebt – verdichtet zum Gewebe, zum Dreieck, das oben im dreidimensionalen Halbrund aufgehängt ist und nach unten spitz zulaufend herabhängt (Anna- Maria Eder).

Text und Textil haben im Lateinischem die gleiche Wurzel. Leben ist für mich Weben und Lesen, das eine die materialisierte Form des anderen im textilen Material. Es kommt mir auf das Tun am Webstuhl an, daraus ergeben sich begehbare Wege in die Welt, Text beinhaltet auch das Lernen neuer Sprachen, die von nur kleinen Völkern gesprochen werden, sie ermöglichen mir (auf Reisen) Kontakte mit noch archaischen Lebenswelten. Für meine Webarbeiten verwende ich Naturhanf. Das weiche Material wird beim Webvorgang so geformt das ein festes Geflecht entsteht, das beansprucht werden kann, Schutz bietet … Wiederstand leistet – darauf kommt es an. Es steckt in der Arbeit mit dem Material und der gewählten Technik eine Form von Wiederstand gegen heute gängige Lebensmuster (Gisela Eder).

Technik

Sieben Gobelin-Dreiecke

Künstler_in

Gisela Eder

Vergabe

Direkte Vergabe

Standort

Müllner Hauptstraße 48
5020 Salzburg

Architektur

Landeskrankenhaus Salzburg, Urologische Abteilung, Seminarraum, Dachgeschoß