Projekte


Schlammiger Drache (2026)

Drei künstlerische Arbeiten in ÜbernTauern

Standort

Dreiteilige Arbeit entlang des Wande5rweges in das Lanschfeld, - Route Tweng - Risiko der Alpenüberquerung

Standort:

Tweng


Architektur

An der Route Tweng - Risiko der Alpenüberquerung, Ausgangspunkt Schaulager beim Gemeindeamt Tweng

Künstler_in

Cäcilia Brown

*1983 in Sens- Frankreich, lebt und arbeitet sie in Wien und Schwarzensee, Niederösterreich. Studium der performative Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. Lehrtätigkeit an der Kunstuniversität Linz und der Universität für angewandte Kunst, Wien. Co-Leitung des Steinbildhauerinnen Symposiums an der internationalen Sommerakademie Salzburg. Die Künstlerin hält gerne Vorträge und arbeitete viel mit Kindern, Ausstellungs- und Arbeitsaufenthalte in Istanbul, Berlin, Paris, Tokio, Bejing und Taiwan, gefördert vom Land Salzburg und dem BMKKÖ

Die Restaurierung und geschützte Wideraufstellung von14 römischen Meilensteine am Radstädter Tauern, waren Anlass, die Geschichte der Alpenüberquerung von der Antike bis heute genauer zu betrachten, ihren Spuren nachzugehen und ihre Bedeutung im Kontext der heutigen Zeit zu thematisieren. Daraus entstand das Projekt ÜbernTauern

In neu errichteten Schaulagern in Tweng und Obertauern werden die historischen Meilensteine gesammelt präsentiert und Geschichte(n) zur Tauernüberquerung erzählt. Diese beiden Minimuseen und eine Tafel in Untertauern sind Ausgangspunkt von kleinen Wanderrouten, die, soweit möglich, den erhaltenen Resten der historischen, römischen bis frühneuzeitlichen Straßentrassen folgen.

Eingebettet in eine wunderschöne Natur führen diese Wege zu Stationen aus unterschiedlichen historischen Zeitabschnitten und öffnen „Sichtfenster“ in die Vergangenheit. Drei künstlerische Positionen ergänzen den Blick aus der Gegenwart und eröffnen neue Perspektiven.

Im Rahmen eines geladenen Wettbewerbs mit sechs Teilnehmenden wurde Cäcilia Brown, neben Jan Hostettler und Anna Paul ausgewählt ihr Konzept „Schlammiger Drache“ zu realisieren.

Die Künstlerin stellt an drei Plätzen entlang des Wanderweges in Lanschfeld drei große Installationen auf. Gebrauchte Stahlrohre, auf denen vorher Verkehrsschilder montiert waren, sind nun große Emaillebilder zu sehen. Die Künstlerin reflektieren mit diesen Bildern in abstrahierter Form auf vergangene und gegenwärtige Gefahren. Wie Verkehrsschilder, die gegenwärtige Version der Meilensteine, dienen auch sie zur Orientierung, geben Warnhinweise oder fordern zum Schutz von bestimmten Arten auf.

Meilensteine sind nicht nur geografische Orientierungshilfe, sondern auch geschichtliche Beschreibungen ihrer Zeit. Sie beinhalten Informationen zum Kaiser, seines gewünschten Nachfolgers und militärischen Vorgängen. In ähnlicher Weise verweisen die Emailleschilder auf Vorgänge in unserer Zeit. Zu den Gefahren durch Steinschlag und Lawinen im Wegverlauf haben sich große gesellschaftliche und globale Gefahren gesellt, wie das Schwinden eines demokratischen Verständnisses, der Klimawandel und der Verlust an Biodiversität. Die schnelle Ausbreitung von Krankheiten aufgrund der gut ausgebauten Infrastruktur und der dichten städtischen Bebauung sowie politische Verwerfungen in einem Großreich zeigen Parallelen zu heute.

mehr Information zum Projekt ÜbernTauern


Technik

  • Stahlschilder, emailbeschichtet, Stahlrohrkonstruktionen

Vergabe

Geladener Wettbewerb